Dienstag, 28. Oktober 2014

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ATU beantragt Information des Gemeinderats

Aktueller Stand der Baustelle “Hildebrandsche Mühle”

Weinheim, 11. Juli 2013. (red/ld) Im Ausschuss für Technik und Umwelt wurde gestern Einblick zum Stand der Dinge auf der Baustelle “Hildbrandsche Mühle” gewährt. Die Abbruchmaßnahmen sind fast vollständig abgeschlossen, die Baufreigabe für die Sanierung der denkmalgeschützten Villa erteilt und auch der Bauantrag für Neubauten ist eingegangen. Zu Gast war aus diesem Grund auch das Architekturbüro Karl Kaffenberger aus Michelstadt.

Von Lydia Dartsch

Als Herausforderung bezeichnete Karl Kaffenberger gestern die Sanierung der Hildebrand’schen Mühle. Auf dem Gelände der historischen Unternehmervilla soll die Villa saniert und modernisiert werden, zwei neue Stadtvillen sollen entstehen und im Silogebäude sollen loftartige Wohnungen entstehen.

So schön, wie die Wohnungen werden, so schwierig ist es auch,

sagte Herr Kaffenberger gestern, als er dem ATU die Modelle präsentierte: Hohe lichtdurchflutete Räume sollen die Wohnungen bieten. Im Silo sollen die Elemente aus gelbem Backstein ausgebaut und stattdessen Fenster eingebaut werden. Dazu muss der Turm zunächst entkernt und anschließend ein “Turm im Turm” gebaut werden. Vom Außenturm bleibt dann noch die Klinkerfassade mit den Fenstern.

Die Abbrucharbeiten konnten, unter Auflagen der Naturschutzbehörde und der Bodenschutzbehörde, fast vollständig abgeschlossen werden. Einige Gebäudeteile und Erdmassen rund um den Siloturm dürfen derzeit aus statischen Gründen noch nicht entfernt werden. Im Zuge der Sicherheitsmaßnahmen des Siloturms müssen drei horizontale Stahlrahmen eingebaut werden, die die Querbiegung infolge der Windlasten auf die jeweils zum Wind parallelen Wand abtragen. Erst nach der Montage der Rahmen kann mit der Entfernung der Turmeinbauten begonnen werden.

Für den Rückbau der Gebäude wurde eine Brücke zu verkehrlichen Erschließung über die Weschnitz gebaut. Dieser Neubau wurde am 30. Januar 2012 genehmigt. Nach den Bauarbeiten wird diese als Erschließungsstraße zu den Wohnhäusern dienen.

Erst Abriss, dann Neuaufbau

Die Sanierung der denkmalgeschützten Villa konnte nach Erteilung der Baugenehmigung vom 07. Mai 2013 beginnen. Die Villa soll zur Nutzung als Wohnhaus mit sechs bis sieben Wohneinheiten umgebaut werden. Hinzu kommen die Sanierung des Dachstuhls mit Wintergarten und Dachterrasse sowie die Aufarbeitung der Hoffassade und der vorgestellten Balkone.

In Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Kaffenberger wird derzeit die statische Berechnung für den Dachstuhl erstellt. Erst danach können die abschließenden Pläne gezeichnet und Aufträge vergeben werden. Der neue Dachstuhl samt regensicherem Dach ist Grundvoraussetzung für alle weiteren Arbeiten.

Vor weiteren Instandssetzungsmaßnahmen muss das Gebäude vor allem trocken sein. In der Villa werden daher momentan keine weiteren nennenswerten Arbeiten durchgeführt. Da zwischenzeitlich festgestellt wurde, dass sich im ersten Obergeschoss Wasserpfützen auf dem Holz gebildet haben. Trotz Notdach kann aktuell an verschiedenen Stellen Wasser eindringen und die Substanz schädigen. Die Firma “Treffpunkt Bauen” hatte bereits Anfang Mai damit begonnen, Holzamberien, Türzargen, Türaufbauten u. a. auszubauen.

Bauantrag für Wohnhäuser noch nicht endgültig genehmigt

Ein noch offener Bauantrag für zwei Wohnhäuser mit insgesamt 22 Wohneinheiten und einem Parkhaus mit 63 Stellplätzen, liegt der Verwaltung derzeit vor. Hier finden derzeit noch die Anhörungen mit Nachbarn statt. Das Wohnhaus würde östlich an dem bestehenden, denkmalgeschützten Siloturm stehen. Das Parkhaus bestünde aus zwei Ebenen, darüber würden vier Wohnebenen mit Flachdach folgen.

Für die obersten Wohnebenen sind große Dachterrassen geplant, die unteren Wohnungen würden Balkone mit Blick nach Süden erhalten. Der Neubau würde sich aus Sicht der Verwaltung zwischen den bestehenden Gebäuden hinsichtlich der Höhe und überbauten Flächen harmonisch in die Umgebung einfügen. Das letzte Wort hat aber der Gemeinderat.

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Über Lydia Dartsch

Lydia Dartsch (30) ist Redaktionsvolontärin beim Rheinneckarblog.de. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Anglistin liebt Kino, spielt Gitarre und sportelt gerne.